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Zu dem Ensemble gehört ein augenförmiges IMAX-Kino, das L'Hemifèric. Weiter gehört das Wissenschaftsmuseum Museo de les Ciencas Principe Felipe dazu als auch das Palau de les Arts Reina Sofia, der Oper Valencias. Das L'Umbracle ist eine Art "grüne" Eingangshalle zu dem Komplex und das zu dem Areal gehörende Aquarium Oceanogràfic ist das größte Europas.
Die Architektur ist extrem fotogen. So konnte ich 4 Tage lang die Chance nutzen ausgiebig zu fotografieren. Natürlich war wie immer die Komplettausrüstung mit 3 Kameras und Stativ mit Panorama-Kopf am Mann. Das Wetter war weitgehend o.k., jedoch machte leider der Wind ab dem 2. Tag ein wenig zu schaffen.
Was mir jedoch noch viel mehr zu schaffen machte, war der überall präsente Sicherheitsdienst, der in dem Areal viele Bereiche absperrte! Ausgerechnet die besonderes attraktiven Stellen wurden abgeriegelt. Es ließen sich keine Gründe dieses ausschließlich spanisch sprechenden Personals entlocken, auch ein Dolmetscher war erfolglos. Ein mutmaßlicher Grund waren wahrscheinlich wieder einmal überzogene Urheberrechtsängste. Zumindest in dieser Beziehung kann sich Valencia in die internationale Riege einordnen, zu denene Städte wie Sydney (Oper), Paris (Eifelturm) oder auch New York (Skyline) gehören.
Mein Lieblingsobjekt war zweifelsohne der Palau. Dieses Gebäude, wenn man überhaupt davon sprechen konnte, glich eher einem Schiff oder einen Helm oder war es doch die moderne Variante von Raumschiff Enterprise? ich habe selten ein so imposantes und atemberaubendes architektonisches Werk gesehen! Bei dem Architekten Calatravas schien an erster Stelle die Form zu stehen, und erst dann die geniale technische Entwicklung. Die Oper wurde erst im Oktober 2005 eingeweiht.
Ca. 4000 Zuschauer können theoretisch zur gleichen Zeit den Hauptsaal, den oberen Konzertsaal, den Unterrichtssaal und den Kammertheatersaal besuchen. Wer es sich einrichten kann, sollte unbedingt an der Architekturführung, täglich Mo-Fr., um 16:00 Uhr, teilnehmen. Hier bekommt man das Gebäude ausführlich von oben bis unten erklärt. Und es ist sogar Fotografieren erlaubt! Es lohnt sich! Noch ein Tipp für Dämmerungsaufnahmen: Das Gebäude wirkt am besten, wenn es beleuchtet wird. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn eine Veranstaltung stattfindet. Am sichersten ist es samstags, da fast immer etwas stattfindet.
Das älteste Gebäude des Areals ist das L'Hemisfèric, welches 1998 eröffnet wurde. Es stellt ein riesiges menschliches Auge dar. Das Augenlid kann sogar über eine riesige Hydraulik bewegt werden, d.h. es kann geöffnet werden. Die runde Pupille selbst ist der Kinosaal des IMAX-Kinos. Wann die Hydraulik bewegt wird, konnte ich leider nicht herausbekommen. Auf jeden Fall sollte man hier möglichst bei Windstille fotografieren, um die Spiegelung des Bauwerks in dem 24.000 qm großen Teich zu erwischen.
Das bis zu 40 Meter hohe Wissenschaftsmuseum beherbergt jede Menge Interaktion und didaktische Spiele, um Kindern und Erwachsenen die Wissenschaft näher zu bringen. Mich hat die Architektur ein klein wenig an den Stil Gaudis erinnert, besonders an die Stelzen des Park Güells in Barcelona. Auch hier kann man wieder hervorragend mit Spiegelungen der umgebenden Bassins fotografisch spielen.
Mich hat ebenfalls das L'Umbracle beindruckt! Tja, was war es nun? Ein Park überdacht mit Stahrohren? Eine Art Eingangshalle mit luftiger Überdachung? Oder nur ein aufgepimptes Parkhausdach? Auf jeden Fall ist es eine Grünfläche mit Palmen und anderen mediterranen Pflanzen, kombiniert mit Skulpturen u.a. von Yoko Ono.
Zu dem Bereich gehört auch das Ocenaogràfic, ein Aquarium mit ca. 45.000 Tieren. Hier werden in zehn großen Abteilungen verschiedene Meeresökosysteme vorgestellt. In großen Glasröhren kann man hier die Meeresbewohner aus der Tauchperspektive betrachten. Leider gibt es hier auch einen Showbereich für Delphine, der die gute Absicht der Anlage ein wenig in Frage stellt, jedoch gehört so etwas wohl zu einer solchen Anlage weltweit mit dazu.
Aktuell wird noch an einem neuen Gebäude gebaut: das Àgora. Hier wird eine Mehrzweckhalle errichtet, in der Kongresse, Ausstellungen und andere Events stattfinden sollen. Das Bauwerk soll 70 Meter hoch werden, inkl. der flügelartigen Objekte, die an der Oberkante des Hauses noch fehlen. Es soll an den Flug der weißen Taube als Friedenssymbol erinnern.
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