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Seit ca. 10 Jahren widme ich mich der Panoramafotografie, solange es die digitale Fotografie einigermaßen ermöglicht. Panoramen üben seit jeher eine große Faszination auf mich aus! Immer wieder suche ich den Kick für neuartige Perspektiven.
Panoramen sind Bilder mit einem breiten Betrachtungswinkel. Bei 360 Grad spricht man von Rundbildern. Aus stilistischen Aspekten, wenn es inhaltlich interessant erscheint, sind auch über 360 Grad sinnvoll. Mittlerweile experimentiere ich neben der Digitalkamera auch mit einer speziellen Mittelformat-Panoramakamera auf Diabasis. Bei Digitalkameras werden einzelne Fotos möglichst auf einem Stativ/ Nodalpunktadapter aufgenommen und anschließend mit einer sog. Stitching-Software zu einem großen Panorama zusammengesetzt. Näheres zum Thema Panorama-Technik gibt es im Special [Tipps und Tricks: Panoramen]
Nachfolgend zeige ich ein paar exemplarische Beispiele:
Diese Aufnahme entstand in der Namib Wüste in Namibia auf der Düne "Big Mama", eines der höchsten Sanddünen weltweit. Mehrere Herausforderungen trafen aufeinander: die große Hitze, der beschwerliche Aufstieg mit Stativ, Panoramakopf und Kameraausrüstung als auch der seitliche Panorama-Standpunkt, da es hier galt keine unnötigen Spuren zu hinterlassen als auch nicht in dem Treibsand der Düne in 280 Meter Höhe abzustürzen. Eingermaßen trittfest ist solch eine Düne nur auf dem Dünengrad, daneben rutscht man lawinenartig hinunter. Last but not least, sollten die beiden Italiener, die die Düne emporstiegen, innerhalb des Panoramas perfekt in Szene gesetzt werden. Das Ergebnis der Strapazen hat für den 11. Platz im Canon-Fotowettbewerb 2009 "Landschaftsbilder" gesorgt:
Mit einer entsprechenden Fotogenehmigung ausgestattet, hatte ich Gelegenheit auf dem Kuppelgang des Berliner Doms Panoramen zu erstellen. Eines meiner schönsten Motive. Die Herausforderung, die sich mir hier nach den offiziellen Besucher-Öffnungszeiten stellte, war die Lichtschalter beim Aufstieg zur Kuppel zu finden. Bei der zweiten Session stellte sich jedoch eine gewisse Routine ein... Dieses Panorama ist ein Beispiel für über 360 Grad, ca. 1 1/3 Umdrehung. Innerhalb des Panoramas wird das Motiv wiederholt.
Irgendwann kam mir die Idee in den Sinn, den Mini meiner Frau zu fotografieren. Nicht von außen, sondern von innen - als Panoramaaufnahme... Da der Mini von natur aus nicht besonders groß war, war es auch nicht so einfach das Stativ im Fahrzeug zu positionieren und ebenfalls selbst nicht im Bild sichtbar zu sein. Hinzu kam die Herausforderung eine ausreichende Ausleuchtung im Fahrzeug zu erhalten. Auch hier aus stilistischen Gründen mehr als eine Umdrehung.
Diese Aufnahme in Berlin am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charly entstand mit der Mittelformat- und Spezialpanoramakamera Seitz Roundshot. Diese Kamera schafft bei guten Lichtbedingungen innerhalb von 1 Sekunde eine Volldrehung. Anders als bei der Digitalkamera, bei der man bei den Einzelfotos für das geplante Panorama ca. 5-10 Minuten und mehr benötigen kann und sich das Motiv (z.B. bewegte Objekte) verändern kann, erlaubt diese Kamera im wahrsten Sinne des Wortes eine Momentaufnahme. Mit dieser Technik konnte die Straßenszene komplett mit einem Foto (Dia) abegebildet werden. Nachteil dieser Technik: das Mittelformatdia mit der Breite von 22 cm und 6 cm Höhe muss aufwendig mit einem Scanner digitalisiert werden. Übrigens sind die vermeintlichen Soldaten auf dem Bild Studenten, die sich mit entsprechender Kostümierung für Touristenfotos ein paar Euro dazuverdienen.
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